Polen kastriert in Zukunft Kinderschänder

Verurteilte Kinderschänder müssen in Polen ab sofort einem neuen Gesetz zufolge nach ihrer Haft IMMER kastriert werden. Das entsprechende Gesetz billigte der Senat einstimmig. Wenn es nach Polen geht, ein Vorbild für ganz Europa. Kritische Stimmen gibt es wenige.

Bei nur einer Enthaltung billigte die zweite Parlamentskammer des Landes ein Gesetz, nachdem Kinderschänder nach der Haftentlassung künftig zwangsläufig chemisch kastriert werden müssen. Damit bestätigte der Senat ein Gesetz, welches das Abgeordnetenhaus bereits Ende September mit nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen verabschiedet hatte. Schon zuvor konnte ein Richter die chemische Kastration in Einzelfällen anordnen.

Als Kinderschänder gilt in Polen jeder, der eine unter 15-Jährige Person vergewaltigt oder Inzest mit unter 15-Jährigen begeht. Gleichzeitig wurde auch die Erhöhung der Strafen durchgesetzt. Künftig werden Kinderschänder mit bis zu 15 statt bisher 12 Jahren Gefängnis bestraft.

Verfassungsrechtliche Bedenken

Im Senat äußerte sich einzig der frühere Verfassungsrichter Marek Safjan kritisch zu dem Gesetz. „Dass man im Interesse der Gesellschaft einer ganzen Gruppe von Menschen, die schreckliche Verbrechen verübt haben, die Grundrechte entzieht, ist sehr bedenklich. Hier werden grundlegende Menschenrechte tangiert, die ja universellen Charakter haben und damit für jeden gelten sollen“, sagte er. Wir fragen uns aber wo haben die Kinderschänder an die Grundrechte der Opfer gedacht als sie die Taten begangen?!

Ein Vertreter des Justizministerium verteidigte die Maßnahme. Der Sexualtrieb der Täter werden durch die chemische Keule nicht endgültig zerstört, sondern nur zeitweise gedämpft. Die große Mehrheit der Polen steht hinter dem von Ministerpräsident Donald Tusk ausgerufenen verstärkten Kampf gegen Inzest und Kinderschänder. In Deutschland kann man sich so ein handeln nur wünschen. Bei den ganzen Gutmenschen ist das aber eher unwahrscheinlich.

Wobei die chemische Kastration nicht wirklich effektiv ist denn der Täter kann sich selbst ja Testosteron verabreichen und daher diese Kastration umgehen. Auch ist bei einigen Tätern nicht der Sextrieb der Auslöser sondern das Machtgefühl. Es ist aber ganz sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn Deutschland und einige andere EU Länder dieses Gesetz schon verurteilt haben.