Hells-Angels-Attacke auf der Kö – Prozess verschoben

Gegen zwei Männer, von denen einer als Mitglied der Hells Angels polizeibekannt ist, wollte das Amtsgericht am Dienstag wegen einer angeblich grundlosen Gewaltattacke gegen zwei Passanten verhandeln.

Vor einem Jahr sollen die zwei Angeklagten (30 und 32 Jahre) mit zwei anderen, noch unbekannten Mittätern spätnachts auf der Nobelmeile zwei Passanten plötzlich angegriffen, beide niedergeschlagen und dann gemeinsam gezielt gegen die Köpfe ihrer Opfer getreten haben.

Da einer der Angeklagten laut Attest am Dienstag nicht verhandlungsfähig gewesen sein soll, hat das Gericht den Prozessbeginn auf Mitte Juni verschoben. Ein Taxifahrer sowie ein beherzter Augenzeuge, der sich auch von dem prügelnden Quartett auf der Kö nicht einschüchtern ließ, haben damals vermutlich schlimmere Folgen bei den Opfern verhindert. Zu viert sollen die Täter dann feige immer wieder gezielt auf seinen Kopf eingetreten haben.

Als ein Begleiter ihm zu Hilfe eilte und einen der Täter wegschubste, wurde der Helfer selbst angeblich niedergeschlagen und ebenfalls zusammengetreten. Ein Taxifahrer drohte den Schlägern damals damit, er werde die Polizei rufen was die Hells Angels aber nicht sonderlich beeindruckte. Abgelassen haben die Rocker von den Opfern aber erst, als immer mehr Passanten zu Hilfe eilten.

Im Taxi des Augenzeugen konnte eins der Opfer dann entkommen, wobei einer der Angreifer das Taxi noch verfolgt und gegen den Wagen getreten haben soll. Ein Opfer hat die nun angeklagten Männer später bei der Polizei als Täter beschrieben. Einer der beherzten Augenzeugen, der bei der Prügelei eingegriffen hatte, soll den 30-jährigen Angeklagten identifiziert haben.

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