Dänische Hells Angels unterstützen Necati Arabaci

Dänische Hells Angels unterstützen Necati Arabaci

Im Mai dieses Jahres erhielten die türkischen Hells Angels unter der Führung des in Izmir lebenden Ex-Zuhälters Necati „Neco“ Arabaci hohen Besuch aus Skandinavien. Jorn Jonke Nielsen, Gründer und Führungsmitglied des Hells Angels MC Denmark, besuchte seinen engen Freund Arabaci in dessen Charter. Das symbolträchtige Treffen ist heikel, da dieses einer Provokation gleichkomme. Old-School-Rocker sollen bisweilen verärgert sein, heißt es aus dem Milieu. Das dänisch-türkische Treffen dürfte den anhaltenden Machtkonflikt weiter verschärfen. Kurz vorher kamen auch die Russen und Schweden in die Türkei – ein ernstzunehmender Affront.

Die Nomads Turkey bauen ihre Kontakte in Dänemark zunehmend aus, nachdem es zwischen türkischen und deutschen Höllenengeln zum gewaltsamen Konflikt in Hessen kam. Insbesondere die in Deutschland lebende Elite-Truppe der türkischen Hells Angels hielt sich bereits mehrfach in Dänemark auf, um klassische Netzwerkarbeit zu betreiben und neue Freundschaften aufzubauen. Jorn Jonke Nielsen, einer der wichtigsten und einflussreichsten Hells Angels im Norden Europas, genießt großen Einfluss in der organisierten Bikerszene. Sein Wort hat Gewicht.

Nielsen räumte in der Vergangenheit auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bereits ein, zu „Neco“ eine enge Freundschaft zu unterhalten, jedoch auch zu den Altrockern einen guten Draht zu pflegen. Mit der aktuellen Visite des auch als Krimiautor tätigen und mehrfach verurteilten Rockers (u.a. wegen Mordes) dürfte der Bruch mit den Deutschen nun seine Vollendung gefunden haben. Nielsen wäre nicht auf eigene Faust in die Türkei geflogen, wenn er nicht die Rückendeckung seiner dänischen Brüder gehabt hätte, so die Einschätzung eines Insiders.

Ein Foto Nielsens mit mehreren Nomads-Turkey-Anhängern in Izmir, das der Redaktion exklusiv zugespielt worden ist, gelangte auch in die Hände der Old-School-Fraktion – heißt es hinter verschlossenen Türen. Das Bild werde als eindeutige Provokation seitens der türkischen Hells Angels eingestuft. Denn der Hells Angels MC befindet sich aktuell im Zerwürfnis. Beide Streitparteien versuchen zurzeit so viele Verbündete wie möglich an sich zu binden. Die Verbrüderung der hessischen Hells Angels unter der Führung von Aygün Mucuk mit dem Boxerklub “Osmanen” sorgte für Aufsehen in der Szene. Dazu die kürzliche Ermordung des 18-jährigen Nomads Turkey-Anhängers Hassan S. in Würselen, die den Machtkonflikt verschärfen könnte.

Unterdessen ist die Redaktion darüber informiert worden, dass mehrere einschlägige Rockermedien einen Boykott über „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ verhängt haben. Es werde weder auf die Erkenntnisse aufmerksam gemacht noch diese geteilt. Letztendlich sollte es allein der Leserschaft obliegen, sich auf Basis verschiedener Nachrichtenquellen eine eigene Meinung über den Rockerkonflikt zu bilden. Trotz Boykotts bleibt die Nachfrage an den eigenen Rockerartikeln ungebremst groß. „Wir werden weiter machen und die Öffentlichkeit über die Geschehnisse im Milieu informieren. Unsere Berichterstattung scheint bei den Streitparteien nicht gewünscht zu sein – dann erst recht!“, so die Chefredaktion.

https://2010sdafrika.wordpress.com/2015/06/20/hoher-besuch-bei-nomads-turkey-in-izmir/