Anklage gegen mutmaßliche Komplizen von getötetem Rocker

Nach tödlichen Schüssen auf ein Lahrer Hells-Angels-Mitglied in Friesenheim hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer erhoben. Um das Tötungsdelikt selbst geht es bei dem Verfahren allerdings nicht.

Den beiden 42 und 44 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, in Drogengeschäfte verwickelt zu sein, teilten die Ermittler am Montag in Offenburg mit. Sie sollen für den 49-Jährigen Hells Angel, der Ende November vergangenen Jahres erschossen worden war, Rauschgift produziert und zum Verkauf weiterverarbeitet haben. Diese Aktivitäten sollen mehrere Jahre gedauert haben. Insgesamt geht es um über 100 KG Rauschmittel.

Ob und wann es zum Prozess kommt, ist nach Angaben des Landgerichts Offenburg noch nicht entschieden. Die Staatsanwaltschaft will jedoch in den nächsten Tagen eine Pressemitteilung dazu veröffentlichen.

Der 49 Jahre alte Lahrer Rocker, der getötet wurde, war laut Polizei massiv in Drogengeschäfte verwickelt. Wer der oder die Täter sind, konnte die Polizei bislang trotz über 500 Spuren nicht ermitteln. Sie leitete jedoch gegen 20 Verdächtige Strafverfahren ein unter denen sich mehrere Hells Angels befinden, unter anderem wegen Drogenhandels, unerlaubten Waffenbesitzes und Strafvereitelung. Zudem stellte die Polizei 4 Waffen und 25kg Drogen sicher. Drei der Verdächtigen sitzen den Angaben zufolge wegen Betäubungsmittelhandel und Waffenbesitz in Untersuchungshaft. Die Sonderkommision wurde jedoch von 40 auf 8 Mitarbeiter herabgesetzt. Kripo Chef Haug geht trotzdem von einer Aufklärung des Verbrechens aus. Laut Statistik gab es in den letzten 30 Jahren 50 Tötungsdelikte wobei nur drei Fälle nicht aufgeklärt werden konnten.

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